DRK Ortsverein Augst e.V. - Was ist First Responder?

 

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First Responder  =   Helfer vor Ort


Vielen Dank an die Kollegen vom DRK Reihen !


16.04.10 11:00 offizieller Start First-Responder-Projekt

nach über 5-jähriger Vorbereitung startete am 16. April 2010 das First-Responder-Projekt Augst.

Ziel einer First-Responder-Gruppe ist es, bei medizinischen Notfällen das therapiefreie Intervall (bis zum Eintreffen qualifizierter Hilfe) zu verkürzen. Unsere Helfer werden dazu parallel zum Notarzt und Rettungswagen durch die Leitstelle Montabaur alarmiert. Der Einsatz von First-Respondern hat dabei keine Auswirkungen auf den Ablauf des eigentlichen Rettungsdiensteinsatz gemäß Rettungsdienstgesetz RLP; er stellt eine Ergänzung dar. Die Augst-Gemeinden liegen am äußersten Rand der Rettungswachenbereiche Bad Ems (primär zuständig), Höhr-Grenzhausen und Montabaur, mit entsprechenden Anfahrtszeiten. Wir versuchen innerhalb von wenigen Minuten nach Alarm einen unserer ausgebildeten Helfer aus der jeweils betroffenen Gemeinde am Notfallort zu haben.

Derzeit ist in jeder Gemeinde mindestens einen Helfer mit Rettungsdienstausbildung und Einsatzerfahrung in Zufallsbereitschaft eingebunden. Insgesamt sind 7 First-Responder aktiv. Die Helfer werden von uns mit einer kompletten Notfallausrüstung, die im privaten PKW vorgehalten wird, und Funkmeldeempfänger ausgestattet.
Zwei First Repsonder haben ein Einsatzfahrzeug des Ortsvereins vor der Haustür stehen.



weiter Infos zur Ausstattung des First Responder Einsatzfahrzeugs finden Sie hier

   





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Inhaltsverzeichnis Rucksack

Besonderes Augenmerk liegt auf Herz-Kreislauf-Notfällen: Herzinfarkt - "plötzlicher Herztod" ist eine der häufigsten Todesursachen.

In etwa 75-85% der Fälle liegt dem plötzlichen Herztod eine Kammertachykardie/Herzkammerflimmern zugrunde. Das Herzkammerflimmern führt unbehandelt unwiderruflich innerhalb von ca. 10 Minuten zum Tode.
Die Defibrillation (Elektroschock) ist die einzige erfolgversprechende Therapie des Kammerflimmerns. Je früher sie durchgeführt wird, umso höher sind die Erfolgschancen. Jede Minute ohne Defibrillation verringert die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederbelebung um ca. 10 %. Anders formuliert: nach ca. 10 Minuten Herzkammerflimmern geht die Überlebenswahrscheinlichkeit gegen 0.

Unser Anspruch ist es daher, in jeder der vier Gemeinden mindestens einen First Responder zu haben , der über einen komplettem Notfallrucksack mit automatischem externen Defibrillator (AED-Gerät) verfügt, der von jedem unserer Helfer eingesetzt werden darf.

2010 sind wir in 36 Wochen 91 Notfalleinsätze gefahren; das sind statisitsch rund 2,5 Einsätze pro Woche.
In 2011 waren es 165 Einsätze; das sind rund 3,2 Einsätze pro Woche  -  eine Steigerung um 28% gegenüber 2010 !
Bis heute (17.04.12) sind wir in 2012 bereits 34 Einsätze gefahren.

Seit dem Bestehen der Gruppe sind das bisher 290 Norfalleinsätze.

Bei den meisten Einsätzen (über 66%) sind unsere First Responder bereits innerhalb von 2-5 Minuten nach der Alarmierung vor Ort.
Der Zeitvorteil vor dem Eintreffen des ersten Rettungsdienstfahrzeug (Rettungswagen oder Notarzt) liegt in 80% über 5 Minuten; in rund 22% sogar bei 10 Minuten und mehr. Bei Schnee und Glatteis waren es auch schon mal 26 Minuten.

Diese Zahlen und kleine Briefe wie diese bestätigen uns in unserer Arbeit und stärken unsere Motivation:




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